
Maria Marggraf
ich aß dein kraut
Gedichte
Herausgegeben von Svenja Herrmann und Alice Grünfelder
pudelundpinscher : bastard 5
Fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-906061-41-2
Ca. 60 Seiten, 13.2 × 17.6 cm
20 Franken / 20 Euro
März 2026
»In den magisch-realistischen Gedichten von Maria Marggraf sind es Tiere, Pflanzen oder gar das Wasser selbst, die agieren und fühlen. Es ist die Verwandlungsfähigkeit von allem Lebenden und mystisch Kreatürlichen, die zu einem intensiven Eintauchen in die einzigartige, sinnliche wie musikalische Poesie von Maria Marggraf führt. Als Leserin fiebere ich mit dem lyrischen Ich mit bei seiner existentiellen Suche, den eigenen Weg zu finden und die noch fremden Zusammenhänge zu erkennen. Es ist eine Reise, bei der die Grenzen zwischen Mensch und Landschaft, Mensch und Fluss hinterfragt oder aufgehoben werden, um einen Raum zu schaffen für eine neue Gemeinschaft mit der Mitwelt. Und wo ich vielleicht das Flüstern einer Utopie zu hören glaube und ein Kollektiv auftaucht, wird es gleichzeitig erschüttert von den großen, unvermeidbaren Ereignissen eines Lebens und wird zu ›winzlingen im stoppelmeer‹. An diesem Punkt werde ich aber als Leserin nicht allein gelassen. Die mysteriöse Pfeifenfrau betritt die Bühne, die mich nicht nur an die eigene Endlichkeit und an die eigenen Grenzen erinnert, sondern auch einen Hinweis gibt auf den Zusammenhang alles Lebenden, dem das lyrische Ich nachspürt. Schließlich endet diese mitreißende poetische Suche und Reise wieder beim einzelnen Menschen – mit seinen Grenzen, in seinen Grenzen, aber mit der nun erlangten Fähigkeit, bei sich selbst Trost zu finden.«
Svenja Herrmann
»Marggrafs neuer Gedichtband hat vier Kapitel mit kurzen und längeren Gedichten von einer großen Intensität. Eines der Kapitel versammelt Gedichte, bei denen die Natur eine Rolle spielt – vom Leben der Pflanzen bis zur Geschichte des Wassers in Kleinhüningen, die Marggraf auch in ihren literarischen Spaziergängen erkundet. Das Gedicht ›fluide und zaghaft‹ etwa sei beim Dreiländereck entstanden, sagt sie. – ›Ich guckte auf den Rhein und fand die Vorstellung absurd: Da ist ein Fluss, ein mächtiges Wesen und wie ein Lebewesen für mich – und dann kommen Menschen, ziehen Ländergrenzen und führen Grenzkriege.‹«
Anna Wegelin in der Basler Zeitung vom 5. März 2026
»In vier Teilen lässt die Basler Lyrikerin (geboren 1991 in Berlin) die Natur wuchern, schreibt von Grashalmen, die Schweiß trinken und Salz essen, von Gesprächen mit Würmern und von Bäumen, die ihre Töpfe sprengen und die Grenzen von Räumen nichtig werden lassen. Die Texte sind durchzogen von einer Sehnsucht nach Verbundenheit […]. Der Wunsch nach einem artenübergreifenden Zusammenkommen ist der zarte Antrieb einer lyrischen Suchbewegung.«
Sina Aebischer, PROZ-Magazin 04/2026
Die Autorin
Maria Marggraf
