2017

 

Lioba Happel, PULS, Gedichte

Lioba Happel
PULS
100 Gedichte

Fadengeheftete Klappenbroschur, 168 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Mit einer Nachbemerkung von Ernest Wichner
Umschlaggestaltung: Beatrice Maritz
ISBN 978-3-906061-39-9
28 Franken, 19 Euro
September 2017
Leseprobe

Die Autorin
Lioba Happel

PULS von Lioba Happel, das ist eine Auswahl von hundert Gedichten aus fünf Gedichtbänden – vier davon sind im Lauf der vergangenen 30 Jahre erschienen, einer ist erst geplant. Lioba Happel und Ernest Wichner – der auch eine Nachbemerkung beisteuerte – stellten den Band gemeinsam zusammen. Ob er genau einhundert Gedichte enthält, darüber lässt sich streiten. Wir können so oft zählen, wie wir wollen: das Resultat ist nie dasselbe. Diese arithmetische Unschärfe tut seiner Schönheit keinen Abbruch, im Gegenteil.
»Ein Gedicht, mein Herr
ist eine Scheußlichkeit
Es hat sich der Schönheit verpflichtet«
So schrieb es Lioba Happel in einem ihrer frühen Gedichte – und nahm damit vorweg, was Peter von Matt Jahre später in seinem Buch Die verdächtige Pracht feststellte: »Man zögert, die Sache einfach so hinzuschreiben. Es muss aber doch geschehen. Das Gedicht will schön sein. Das ist seine Peinlichkeit, sein Skandal, ist der Dorn im Auge des herrschenden Kunstbegriffs.« Es ist, als habe er, als er das schrieb, Lioba Happels Verse im Ohr gehabt:
»Ein Gedicht, mein Herr …«

»Es ist schon erstaunlich, wie konsistent sich vom ersten Gedichtband der dreißigjährigen Dichterin bis hin zu dieser Auswahl ihrer hundert besten oder präferierten Gedichte die Poetik der Lioba Happel erhalten hat. Wie durch die unterschiedlichen poetischen Verfahrensweisen, Stimmungen und Temperaturen sich unverkennbar ein Personalstil dieser Dichterin herausgebildet hat, der sie so prägnant wie verspielt und darin zugleich unverwechselbar erscheinen und wirken lässt.«
Ernest Wichner in »PULS. 100 Gedichte«

»Postromantisch-ironisches Spiel verbindet sich in ihren formsicheren Liebes- und Naturgedichten auf eigensinnige und anmutige Weise mit expressionistischem Pathos.«
Heinrich Detering in »Reclams großes Buch der deutschen Gedichte« (2007)

 

 

CharlesBerthouzoz, La mort brute, Der raue Tod

Charles Berthouzoz
La mort brute       Der raue Tod
Texte

Fadengeheftete Klappenbroschur, 228 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Ins Deutsche übertragen von Marlies Ammann
Umschlagentwurf: Katja Schicht
ISBN 978-3-906061-12-2
28 Franken, 23 Euro
Juni 2017
Leseprobe

Der Autor
Charles Berthouzoz

Von 1991 bis 2000 war Charles Berthouzoz in zwei Westschweizer Bestattungsinstituten angestellt und hat für jene Würde gesorgt, die den Schrecken vor der eigenen Endlichkeit etwas dämpft. Davon lesen wir in seinen Texten aus dem Alltag eines Bestatters. Wir sind dabei, wenn eine Witwe zum offenen Grab geleitet wird, wo bereits die Geliebten des Verstorbenen stehen, als seien sie einer Szene aus einem alten französischen Film entsprungen; wir ballen mit dem verzweifelten Vater die Faust, dem mitgeteilt wird, am Wochenende sei die Gerichtsmedizin geschlossen, er könne seinen tödlich verunglückten Sohn nicht sehen.
All die Schicksale erschließen sich uns dank Berthouzoz' Gespür für die Macht der Sprache. Kurze, rhythmische Sätze waren eines seiner bevorzugten Stilmittel. Daneben beherrschte er die Kunst der Aussparung, mit der er uns Freiräume schafft und zugleich unsere Einbildungskraft aktiviert. Das ist Literatur, das macht Literatur aus.
Katharina Kienholz

Entre 1991 et 2000, Charles Berthouzoz a été employé des pompes funèbres en Suisse romande et s'est occupé de cette dignité qui apaise les peurs face à la finitude de la vie. Ses textes nous livrent le quotidien d'un ordonnateur. Dans une scène tout droit sortie d'un vieux film français, nous suivons une veuve jusqu'à la tombe ouverte de son défunt mari autour de laquelle sont déjà rassemblées ses maîtresses. Nous serrons les poings quand un père désespéré se voit expliqué qu'il ne peut pas voir son fils mort dans un accident parce que l'institut médico-légal est fermé le week-end.
Ces destins tragiques se révèlent à nous grâce au sens aigu qu'avait Berthouzoz du pouvoir des mots. Il avait une prédilection pour les phrases courtes, rythmées. Sa maîtrise de l'ellipse nous offre des espaces de liberté et en appelle à notre imagination. Tout l'art de la littérature.
Katharina Kienholz
Traduction: Raphaëlle Lacord

»Der Lyriker Charles Berthouzoz hat während rund zehn Jahren für ein Bestattungsunternehmen gearbeitet. Was er in der Zeit erlebte, hielt er in berührenden, hinreißenden Gedichten fest.
›Der Tod bleibt sich immer gleich, doch jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod.‹ Mit diesem unvergesslichen Satz beginnt der Roman ›Uhr ohne Zeiger‹ von Carson McCullers. Der Satz könnte auch über den Notaten und Gedichten von Charles Berthouzoz stehen. 1944 im Wallis geboren, 2013 in Salento gestorben, studierte Berthouzoz Theologie in Sion und in Fribourg und wirkte zunächst, von 1971 bis 1976, als Vikar in Nendaz und von 1976 bis 1990 als Pfarrer in der Gemeinde von Val-d'Illiez. Dann wandte sich der leidenschaftliche Seelsorger von seiner Tätigkeit ab und suchte etwas Neues: Während zehn Jahren arbeitete er danach als ›consultant funéraire‹, als ›beratender Bestatter‹, bei einer großen Bestattungsfirma in Lausanne und Genf.
In dieser Zeit begann Berthouzoz, seine Erfahrungen mit sterbenden Menschen festzuhalten. Es sind meist kurze Aufzeichnungen, Gedichte, Aperçus, kleine Schlenker, und hintereinander gelesen ergeben sie so etwas wie einen literarischen Totentanz. 1999 sind die Gedichte erstmals erschienen, herausgegeben vom Musée d'ethnographie in Genf. 2014 hat Alberto Nessi sie ins Italienische übertragen, und nun liegen sie, in der sorgfältigen Übertragung von Marlies Ammann, auch in einer deutschen Fassung vor. Die schöne Edition im Verlag Pudelundpinscher präsentiert die Texte zweisprachig.
Es sind schonungslose, aber keineswegs trostlose Texte, die im Band ›Der raue Tod‹ versammelt sind. Sie evozieren Momente aus dem Alltag von Menschen, die mit Sterbenden und eben Gestorbenen zu tun haben, und erinnern zugleich an die allgegenwärtige Macht des Todes. Der theologisch geschulte Bestatter schützt sich nie mit kühler Attitüde, gar mit Abgebrühtheit, er rettet sich auch nicht ins Gegenteil, sondern sucht sich einen Weg, den nur die Sprache bieten kann, und wählt hier die Form des Gedichtes und des knappen Notats. […]«
Martin Zingg in der »Neuen Zürcher Zeitung« vom 26.8.2017
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»Eine große Sanftmut und Gelassenheit kommt mir aus den Texten, aus der Prosalyrik des broschierten, sehr ansprechend gestalteten Buches entgegen …«
Judith Stamm
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Geburtstagskuchen   Hamed Abboud, Der Tod backt einen Geburtstagskuchen

Hamed Abboud
Der Tod backt einen Geburtstagskuchen
Texte

Fadengeheftete Klappenbroschur, 152 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Umschlaggestaltung: Eliane Hürlimann
Zweisprachige Ausgabe, arabisch und deutsch
Aus dem Arabischen von Larissa Bender
Mit einem Nachwort von Stephan Milich,
ins Arabische übersetzt von Mahmoud Hassanein
ISBN 978-3-906061-11-5
28 Franken, 19 Euro
März 2017
Leseprobe

Die Übersetzung aus dem Arabischen wurde vom SüdKulturFonds in Zusammenarbeit mit LITPROM e. V. unterstützt. www.litprom.de

Der Autor
Hamed Abboud

Hamed Abboud stammt aus Syrien. Aleppo, die Stadt, in der er studiert hat, liegt in Trümmern, viele seiner Freunde und Kollegen wurden getötet. »Der Tod hat viele neue Freunde gefunden«, sagt Hamed Abboud. »Das muss der Tod feiern – und deshalb backt er einen Geburtstagskuchen.«
Mit seinen Texten schlägt Hamed Abboud eine Brücke zwischen Geburt und Tod, zwischen Krieg und Frieden, Leben und Sterben. Sarkastisch, humorvoll, komisch und tragisch zugleich erklärt, analysiert und abstrahiert er, erweitert die Realität metaphorisch um eine neue Dimension, um der Ungeheuerlichkeit des Tötens etwas entgegensetzen zu können. Warum bombardieren syrische Piloten ihre Landsleute? Es muss ein Spiel sein. Domino – oder eines dieser Computerspiele, bei denen es darum geht, maximal viele Bausteine gezielt auszulöschen.
Die literarischen Arbeiten von Hamed Abboud heben individuelle Kriegserfahrungen auf eine Ebene, die dieses Leben erträglich macht. Ein Leben, das für Abboud in den letzten Jahren von vielen neuen Erfahrungen geprägt war: Erfahrungen, die er in der Geschichte »Was wurde aus den Zugvögeln« beschreibt. Eine Geschichte, die eindrücklich aufzeigt, wie Menschen in Europa dazu beitragen können, das Leben Geflüchteter einfacher zu machen. Eine Art Glücksgeschichte – allem Unglück zum Trotz.
Renate Metzger-Breitenfellner

»Fast wäre er in die Schweiz gekommen. Hätte ihn sein in der Schweiz lebender Kollege nicht gewarnt. Bloß nicht in die Schweiz, empfahl er ihm. Schlechte Stimmung. Also ist Hamed Abboud, Jahrgang 1987, nach Österreich gegangen. Da lebt er heute – als anerkannter Flüchtling.
Diese Anekdote erzählte der syrische Autor vor zwei Jahren dem Onlineportal Infosperber.ch. In der Schweiz war er trotzdem. Etwa im Sommer 2016, als er im Literaturhaus Zentralschweiz in Stans seine damals noch unveröffentlichten Texte las. Die sind nun Teil der vom Verlag pudelundpinscher in einer arabisch-deutschen Doppelausgabe veröffentlichten Publikation mit dem grotesken Titel Der Tod backt einen Geburtstagskuchen.
Der 2012 aus Syrien geflohene Abboud kramte für die 16 kurzen Texte, die in ihrer verrätselten Sprache wie verlängerte Gedichte daherkommen, aus seiner dicken Geldbörse aus Erinnerungen Episoden seiner Biografie. Verloren hat er sie auch nicht auf den 3151 Fluchtkilometern zwischen seiner Heimat Deir ez-Zor im Osten Syriens und dem österreichischen Exil. Es sind Eindrücke von Kriegszerstörung, Verlust und Flucht. Hinter der bitteren, sarkastischen Tonalität verbirgt sich aber eine gepanzerte Menschlichkeit und ein heiterer Sinn. Übersetzerin Larissa Bender bemüht sich nach Kräften und mit Fußnoten, dem in deutscher Sprache gerecht zu werden. Dennoch bleibt die kulturelle Distanz bei Sätzen wie Reue ist die einzige Konsequenz, die dieses Leben wahr werden lässt bestehen.
Abbouds Geschichten sind dialektische Kunststücke, in denen Leben und Tod fließende Übergänge besitzen. Der Autor mantelt Kriegsszenen in die Bildsprache der Marvel-Comics und vergleicht die Kriegszerstörung mit dem Umkippen nebeneinanderstehender Dominosteine. Die Zerstörung mag planlos wirken, und doch ist sie für den, der den ersten Stein antippt und dabei auf den größtmöglichen Schaden hofft, systematisch.«
Julia Stephan in der »Luzerner Zeitung« vom 9. März 2017

»Es sind […] nicht bloß deprimierende, von Verlust und Schmerz gezeichnete Texte, die Abboud uns vorlegt, sondern auch komische, abstruse, zuweilen sarkastische. Etwa der Opener Ich möchte einen Panzer fahren, der an Allen Ginsbergs The Green Automobile erinnert und ebenfalls im Konjuktiv verhandelt, was der Autor mit dem Gefährt im Sinne hätte: ›Ich würde Feinden, / Freunden, / Passanten, / Müttern / und Kindern zuwinken, / nicht näherzukommen. / Denn mein Panzer habe ‹Migräne›, / und ich wisse nicht, wann der nächste Anfall komme.‹ Es gibt sie aber auch, die himmeltraurigen Geschichten, etwa in Porträt unseres schönen Diktators, wo ein junger Mann in Schweden vor Freude Selbstmord begeht. ›Er hatte, nachdem sein Haus zerstört worden war, sein Grundstück verkauft, um ins Paradies zu kommen. Als er ankam, freute er sich und wollte deinen Namen mit seinem Blut und seiner Seele schreiben. [...] Er hatte sich die Pulsader aufgeschnitten und mit ihrem Inhalt das Wort ‹Danke› geschrieben.‹ Trotz aller Tragik blitzt immer wieder Humor auf, rabenschwarzer zuweilen: ›Warum haben die anderen die Fassbombe mit mir geteilt? Ich hätte gewünscht, sie hätte nur meinen Namen allein getragen, als eine Art Auszahlung meines Altersguthabens beim Austritt aus dem Staatsdienst‹, klönen die Bewohner in Ich, das alte Mädchen Massengrab. […]
Für die Literatur ist dieses Buch ein Glücksfall.«
Ivan Schnyder in »041–Das Kulturmagazin«, April 2017

»Haben die Verzweifelten in Maleks Geschichte* vielleicht den Rat seines jüngeren Kollegen Hamed Abboud befolgt? ›In einer Zeit, in der alle durch Kugeln sterben, denke darüber nach, fortzugehen und zu ertrinken‹, mahnt bissig der 1987 in Deir ez-Zor geborene Autor. ›Stirb sauber und steril durch das Salz des Meeres statt durch Chemiewaffen. Stirb vor Kälte in einem Kühlwagen auf der Autobahn. (...) Stirb durch giftige Pilze aus den mazedonischen Wäldern, und teile die Frühstückspilze mit deinen Freunden.‹ Abboud freilich hat die Flucht überlebt, die ihn über Ägypten, Dubai und die Türkei nach Österreich führte. Dass er zunächst als Lyriker hervortrat, lässt die bildstarke, assoziative Diktion seiner kurzen Prosatexte ahnen, die jetzt unter dem Titel ›Der Tod backt einen Geburtstagskuchen‹ beim Schweizer Kleinverlag pudelundpinscher erschienen sind.
Abbouds Skizzen bewegen sich zwischen der kriegsverwüsteten Heimat und der Totenruhe des Exils; gelegentlich ins Phantastische ausgreifend, häufig glitzernd vor Sarkasmus. Er apostrophiert den syrischen Landesherrn im ›Porträt unseres schönen Diktators‹ und analysiert anderswo dessen Vorgehen im Bürgerkrieg als eine nur scheinbar paradoxe Konjunktion von Planlosigkeit und Systematik: Das Geheimnis dieser Strategie liege ›in jener einen Bewegung verborgen, die einen ganzen Strudel von Stürzen und Zusammenbrüchen verursacht‹.
Aber auch Asylländer bekommen ihr Fett ab: Die Sicherheit, die er in Europa gefunden hat, empfindet der Autor ›so umfassend wie die Dunkelheit im Bauch des Walfischs in der Tiefe des Meeres‹, und seinen türkischen Gastgebern offeriert er auf blanken Messers Spitze Folgendes: ›Wir sind wie ihr. Kommt nur einmal zu uns, und wir werden uns für unsere hintergangene Großzügigkeit mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln rächen.‹ Beizufügen ist hier, dass Hamed Abboud in Österreich keineswegs auf Rache sinnt; er engagierte sich von Anfang an als Übersetzer und Helfer bei der Betreuung anderer Flüchtlinge, mittlerweile ist er so weit, dass er seinen Landsleuten Deutsch beibringen und eine Fortsetzung seines Studiums an einer österreichischen Hochschule ins Auge fassen kann.
Die Verwirrungen in der neuen Heimat sind anderer Art. Als Abboud (oder sein literarisches Alter Ego) Unterleibchen kaufen will, realisiert er, dass er seine Kleidergrösse nicht kennt, weil er immer abgelegte Sachen seines älteren Bruders trug. Daraus entwickelt er eine berührende Reflexion über die in seiner Heimat gängige Praxis, Kleidungsstücke nach Bedarf zu tauschen und auszuleihen. In der Fremde wird das Fehlen dieses Habitus empfindlich spürbar: ›Du bist langsamer als früher, denn du trägst nicht die Schuhe deines Bruders. Und du bist schwächer als früher, denn du trägst nicht den Mantel deines Vaters.‹
Schmal sind sie, die zwei hier vorgestellten Bändchen, beide von der unermüdlich für das gepeinigte Land kämpfenden Larissa Bender ins Deutsche übertragen. Aber sie geben, nach Jahren zermürbender Kriegsberichterstattung, radikal neue Einblicke in die syrische Befindlichkeit.«
© Neue Zürcher Zeitung AG.
Angela Schader in der »Neuen Zürcher Zeitung« vom 16. Mai 2017

*) Niroz Malek: Der Spaziergänger von Aleppo, Weidle-Verlag, 2017

»Dieser kleine Band ist eine große Tat. […] Es sind sperrige Texte, die die Tragik und Absurdität des heutigen Syriens deutlicher reflektieren als manche politologische Abhandlung. […] Dass der Schweizer Kleinverlag pudelundpinscher diese Edition wagt, verdient Respekt.«
Manfred Papst in »Bücher am Sonntag« vom 25. Juni 2017

Hamed Abboud im Österreichischen Rundfunk

Claudia Kramatschek im Deutschlandfunk (16. Juni 2017)

Deutsche Welle: Interview mit Hamed Abboud (9. Juli 2017)

 

 

2016

 

Vera Schindler-Wunderlich, Da fiel ich in deine Gebäude, pudelundpinscher

Vera Schindler-Wunderlich
Da fiel ich in deine Gebäude
Gedichte

»Merkwürdige Einfälle purzeln in Hülle und Fülle durch die Zeilen. Einer schiebt Wolken und fährt auf seinem Dreirad in den Jüngsten Tag, anderswo ist es ›der Duft eines Flusses‹, der die Zeilen der Lyrikerin vorantreibt. Und diese lässt sich von vielem anstiften: von der Angst vor Gewaltakten, von der Befindlichkeit des Menschen in heilloser Zeit, aber auch von Bildern europäischer und japanischer Künstler.« Beatrice Eichmann-Leutenegger

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Dieter Zwicky, Hihi - Mein argentinischer Vater, pudelundpinscher

Dieter Zwicky
Hihi – Mein argentinischer Vater
Erzählung

»Dieter Zwicky macht es sich und uns nicht einfach. Warum? Weil er ein wahrer Dichter ist. Widerständig, eigensinnig, kompromisslos. Auch in seinem fünften Prosaband zeigt er sich uns als Autor, für dessen Stil es keinen Vergleich gibt. In kerningen, kurzen, abschnittweise gegeneinander abgesetzten Sätzen erzählt er von seinem Vater und von sich selbst. Dabei wird alsbald klar, dass wir uns nicht in jener Sphäre bewegen, die unsere Schulweisheit als Realität bezeichnet.« Manfred Papst

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Anne-Lise Grobéty, Um im Februar zu sterben

Anne-Lise Grobéty
Um im Februar zu sterben
Roman

»Eine wahre Trouvaille ist dieser kleine Roman, eine Entdeckung für jene, die Anne-Lise Grobéty noch nicht kennen, eine große Freude für alle deutschsprachigen Leserinnen und Leser, die Grobétys Romane lieben und nun endlich wieder Zugang zu einem Text der viel zu früh verstorbenen Westschweizer Autorin (1949–2010) haben. […] Was die damalige Jugend laut und kompromisslos auf die Straße trug – Widerstand gegen das bourgeoise Denken, gegen Prüderie –, hat Anne-Lise Grobéty mit wenigen Strichen sprachmächtig auf Papier gebracht, aus der Perspektive einer jungen, autonom denkenden Frau.«
Liliane Studer

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2015

 

Monica Schwenk, Gogi

Monica Schwenk
Gogi. Drei Zeugnisse der Mühen
im Leben von Korrektor Schaffner

Roman

›Gogi‹ ist ein formidables Debüt, das nicht der Ironie entbehrt. Monica Schwenks Gesellschaftskritik klingt unangestrengt und frei von grellen Effekten. Deshalb dürfen wir in ihrer Utopie eines allumfassenden Marketings gerne Anleihen aus unserer Gegenwart erkennen.« Beat Mazenauer

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Poetische Schweiz – Suisse Poétique – Svizzera Poetica –
Svizra Poetica – Poetic Switzerland – Swiss Berpuisi

Gedichte – Poésies – Poesie – Poesias – Poems – Kumpulan Puisi

Herausgegeben vom Verein »Poetische Schweiz«

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Astrid Schleinitz, drei monde

Astrid Schleinitz
drei monde
Gedichte

»Astrid Schleinitz lässt den Leser nicht träumend in ihre Bilderwelt von Naturbeobachtungen hineingleiten, sondern lenkt ihm immer wieder den Blick in eine exakt definierte Richtung, als ob sie sagen wollte: Schau genau hin, sonst verstehst du es nicht.«
Susanne Mathies in »orte, Schweizer Literaturzeitschrift« Nr. 186, Mai 2016

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2014

 

Bruna Martinelli, La forza delle donne, Die Staerke der Frauen

Bruna Martinelli
La forza delle donne
 Racconti
Die Stärke der Frauen
 Geschichten

»Ein wunderbarer, zweisprachiger Lesestoff.«
Transhelvetica. Schweizer Magazin für Reisekultur

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2013

 

Dieter Zwicky, Slugo, Ein Privatflughafengedicht, pudelundpinscher

Dieter Zwicky
Slugo

Ein Privatflughafengedicht

»Was Dieter Zwickys Schreiben, was schließlich sein Denken auszeichnet, ist die Fähigkeit, sich der inneren und der äußeren Welt auf eine Art zu nähern, die – um auf die Begrifflichkeit der Aviatik zurückzukommen – auch unseren Luftraum und unseren Horizont ausdehnt und erweitert ...« Rolf Hermann

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Andreas Grosz, Der Zwilling unter dem Kirschbaum, Erzählung

Andreas Grosz
Der Zwilling unter dem Kirschbaum

Erzählung

»Andreas Grosz gelingt in seiner durch die Erinnerung Beats mäandernden Erzählung Der Zwilling unter dem Kirschbaum ein lakonisch-poetisches Kammerstück von tiefem Ernst und beklemmender Komik, vor allem aber die anrührende Geschichte um ein voller Zartheit und Sehnsucht beschriebenes Kind.« Jan Koneffke

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Franco Borgogno
The Vancouver Interview

Fragmente eines Lebens und Werkes im Zeichen einer psychoanalytischen Berufung

In diesem 2007 entstandenen Interview erzählt Franco Borgogno seinen persönlichen und beruflichen Werdegang.

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2012

 

Vera Schindler-Wunderlich, Dies ist ein Abstandszimmer im Freien, Gedichte, pudelundpinscher

Vera Schindler-Wunderlich
Dies ist ein Abstandszimmer im Freien

Gedichte

SCHWEIZER LITERATURPREIS 2014

»… Gedichte, die virtuos und forsch politisches Geschehen mit literarischen Reminiszenzen verbinden, die ihre Motive aus dem Alltag wie aus den imaginären Räumen gleichermassen gewinnen.« Roman Bucheli in der »Neuen Zürcher Zeitung«

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Bruna Martinelli
In den Falten der Zeit
Erinnerungen einer Bäuerin aus dem Maggiatal

Bruna Martinelli erzählt vom Leben in ihrem Tessiner Dorf. Sie beschreibt Werk- und Feiertage, gewöhnliche und ungewöhnliche Menschen und spürt in den Falten und Furchen der Zeit die Gerüche, Farben und Geschmacksempfindungen auf, die zum Land ihrer Kindheit gehören.

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Beatrice Maritz
für jetzt

Diese Texte sind Dichtung im Rohzustand, unbearbeitet, unlektoriert, unkorrigiert – poésie brute.

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2011

 

Denise Buser, Dem Papagei bleibt die Spucke weg / Alex Zwalen

Denise Buser
Dem Papagei bleibt die Spucke weg

Fabeln und Fakten

Ein Rebhuhn verliebt sich in einen Igel, ein Lamm heiratet eine greise Wölfin, zwei Amöben gehen auf die Beerdigung ihres Onkels, ein Pudel lernt Dänisch, und drei Pinscher geben Ratschläge – in den 81 Fabeln, die Denise Buser hier vorlegt, wird geliebt, begehrt, gestritten, intrigiert und philosophiert. Vor allem aber tüchtig fabuliert.

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Wo die Bilder wohnen

Beat Brechbühl, Silvano Cerutti, Franca Pedrazzetti
Wo die Bilder wohnen. Der Maler Jürg Wylenmann besucht sein Werk
Fotografien: Beat Brechbühl und Franca Pedrazzetti
Texte: Silvano Cerutti

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Poetische Schweiz

Poetische Schweiz – Suisse Poétique – Svizzera Poetica –
Svizra Poetica – Ljóðræna Sviss

Gedichte – Poésies – Poesie – Poesias – Ljóð

Herausgegeben von Literaturtage Zofingen und Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS

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Buchzeichen Zeichenbuch / Martin Sutter

Martin Sutter
Buchzeichen Zeichenbuch

Zeichnungen

Ein Schwerpunkt von Martin Sutters Schaffen sind die Zeichenbücher. Es sind keine Skizzenbücher – jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn –, sondern Reinhefte, in die er mit großer Konzentration seine eigenartig zwischen Figur, Ornament und Zeichen schwebenden, bisweilen an Bildergeschichten, bisweilen an Kalligraphie gemahnenden Gebilde zeichnet oder schreibt oder malt, und dies freihändig und ohne zu korrigieren. Es handelt sich dabei um eine Art künstlerisches Tagebuch. Er führt es seit mindestens 35 Jahren.

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Viel Lärm um Alles

VIEL LÄRM UM ALLES. Barockes in der zeitgenössischen Kunst

Herausgegeben und eingeleitet von Bruno Z'Graggen und Barbara Zürcher

Ein barockes Bilderbuch mit 21 Positionen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Plastik und Video.

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2010

 

Le nouveau vague

LE NOUVEAU VAGUE

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Edition 5 Erstfeld

Edition 5 Erstfeld

Der Kunstschatz von Erstfeld

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2009

 

Astrid, Schleinitz, WIRBELTIER, Gedichte, pudelundpinscher, Maria Magdalena Z'Graggen

Astrid Schleinitz
WIRBELTIER

Gedichte

»Wirbeltier ist ein stilistisch in sich geschlossener Gedichtband, getragen von einem ruhigen langen Atem, der alle Texte gleichförmig durchfließt. Die Gedichte bestehen aus sorgfältig und behutsam formulierten Beobachtungen und Naturbeschreibungen. Sie sind eine Art Bitte um Aufschub.«
Anne-Marie Kenessey in »orte, Schweizer Literaturzeitschrift«

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Wilfried Happel, Abstecher ins bürgerliche Jenseits, pudelundpinscher, Martina von Schulthess

Wilfried Happel
Abstecher ins bürgerliche Jenseits
Prosa

»Realität, Traum, Nähe, Distanz, Logik, Irritation, Diesseits, Jenseits auf einem Karussell. Das Karussell dreht sich. Nie kannst du davon ausgehen, dass die Dinge so sind, wie sie dir erscheinen.«
Sabine M. Krämer

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Lioba Happel, land ohne land, Gedichte, pudelundpinscher, Werner Schmidt

Lioba Happel
land ohne land

Gedichte

»Vom Balancieren an den Rändern des Lebens ist die Rede, von Schwindel, Stürzen und der überraschten Dankbarkeit für einen letzten glücklichen Tag. Und jedesmal werden die träumerischen Ausschweifungen aufgefangen durch die unaufdringlich rhythmisierten, manchmal bis zur Härte elliptischen Verse. Es ist der vertraute Sound einer eigensinnigen Dichterin; beim Wiederhören bemerkt man, wie man ihn vermisst hatte.«
Heinrich Detering in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«

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2008

 

die 15 wünsche

Die 15 Wünsche
Ein Buch von 23 Kindern

Ein Nachbarskind, die damals neunjährige Celia, stand im Herbst 2007 vor unserer Haustür und sagte: »Ihr macht doch Bücher. Ich habe hier eine Geschichte, die ich geschrieben habe.« Sie überreichte uns eine Mappe.

»... Kindergeschichten, die so erfrischend direkt, so überraschend bizarr und so herrlich anders geworden sind als alles, was die großen Autoren der Zeit so schreiben.«
Manuela Kalbermatten in der »Neuen Urner Zeitung«

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Katja Schicht, Dieter Zwicky, Die Höhe des Kopfes über den Augen, pudelundpinscher

Katja Schicht
Dieter Zwicky

Die Höhe des Kopfes über den Augen
Ein Buch mit Bildern und einem Text

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Maria Zgraggen

Lisa Elsässer
OB UND DARIN

Gedichte

»Jedes Gedicht ein Feldstück, auf dem angebaut und geerntet, ein abgesteckter Claim, der aufgegraben, durchwühlt, nach Findenswertem durchsucht wird. Nicht wie die meisten ihrer Gattungsgenossen die haltlose Gestalt einer ausgefransten Fahne haben diese Gedichte, sondern eine intakte äußere Form; im Gegenzug haben sie das Brüchige, Geklüftete, Inhomogene augenfällig in ihr Inneres aufgenommen.«
Helwig Brunner in »Ostragehe«

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2007

 

Lioba Happel, Lucy, Cecilia Falk und Berenike Falk

Lioba Happel
LUCY oder Warum sind die Menschen so komische Leute

Ein Buch für Elf- bis Hundertelfjährige

»Es gibt Wendungen in dieser Erzählung, die einen ganzen Leser-Tag retten könnten. Es gibt so schöne Sätze wie Seine Stimme war jetzt so rau und zerbrechlich wie ein Reibeisen aus Glas. Und es gibt, von der ersten bis zur letzten Seite, dieses unauffällig raffinierte Spiel mit Schrift und Stimme - die Kunst, eine Kindergeschichte nicht mit verstellter Stimme zu erzählen, sondern in einer ganz diskret und ganz leichtfüßig arrangierten Zweistimmigkeit.«
Heinrich Detering

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Andreas Grosz, Fahnenflucht mit der Lokalbahn, Christian Macketanz

Andreas Grosz
Fahnenflucht mit der Lokalbahn
Prosa

»Ein Traumgänger ist Andreas Grosz, wundersam entfernt von jedem kruden Realismus, auch wenn sich fast alle seiner Prosaskizzen vorerst in der Wirklichkeit verankern.«
Beatrice Eichmann-Leutenegger in der »Neuen Zürcher Zeitung«

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