2009

edition pudelundpinscher Vorschau 2009




Maria Magdalena Z'Graggen

Astrid Schleinitz
WIRBELTIER

Gedichte

Französische Broschur, 112 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Schutzumschlag: Maria Magdalena Z'Graggen
ISBN 978-3-9523273-7-1
28 Franken, 17 Euro
Erscheint Ende Oktober 2009

»WIRBELTIER« ist der erste Lyrikband von Astrid Schleinitz. Für die Arbeit an diesen Gedichten erhielt sie 2007 ein Stipendium der Stadt Berlin.


»Annotation
zu den Gedichten der Lyrikerin Astrid Schleinitz

Die Gedichtauswahl besticht durch ihre stilistisch stringent durchgehaltene Geschlossenheit. In dem kompositorisch wohlab- und ausgewogenen Aufbau ist Wert auf stabile Fügungen gelegt worden. Die Weltwahrnehmung von Astrid Schleinitz ist realiengesättigt. Aus deskriptiver Genauigkeit erwächst eine erstaunlich sprachfeste Klarheit. Poesie entdeckt sie im Unspektakulären, Alltäglichen, das sie mit scharfem Blick einfängt und auf singuläre Weise ins Bild setzt. Ob sie ›duftenden erdausschlag‹ einatmet, ›lichtstücke‹ wahrnimmt, von ›abnehmender bewohnbarkeit‹ berichtet, immer versteht sie, ihre sinnlich-konkreten Szenerien kraftvoll zu steigern. Irdisches mischt sie mit Naturerscheinungen in ungewohnter elementarer Ursprünglichkeit. So sieht sie in einem Wolkenzug ›anmutig die fliessend aufgebaute sinnbildlichkeit der ferne‹.«
Wulf Kirsten

Die Autorin:
Astrid Schleinitz



Martina von Schulthess

Wilfried Happel
Abstecher ins bürgerliche Jenseits
Prosa

Französische Broschur, 136 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Schutzumschlag: Martina von Schulthess
ISBN 978-3-9523273-6-4
28 Franken, 17 Euro
Erscheint Ende Oktober 2009


Wilfried Happel hat sich bisher als Dramatiker einen Namen gemacht, schreibt aber auch Lyrik, Romane und Kurzprosa. Mit »Abstecher ins bürgerliche Jenseits« legt er erstmals eine größere Auswahl von Prosatexten vor. Sie berichten zum Beispiel – und das oft in verknappter, parabelartiger Form – von einer katholisch-bürgerlichen Kindheit und rebellischen Jugend, von verbotener und beglückender Liebe, vom Sterben eines Vaters, von blinder oder sadistischer Gewalt. Sie sind hintergründig und abgründig, manchmal diabolisch, manchmal zärtlich. Eine subtile Dramaturgie verwebt sie zu einem großen Ganzen, das thematisch einen Bogen von den (deutschen) 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in unsere Tage spannt. In poetisch-genauer Diktion benennt Wilfried Happel die Lüste, Ängste, Gespinste und Gespenster, von denen es in ihm und uns wimmelt, und führt die Logik der bürgerlichen Wohlanständigkeit und alle anderen Logiken immer wieder ad absurdum.


»Realität, Traum, Nähe, Distanz, Logik, Irritation, Diesseits, Jenseits auf einem Karussell. Das Karussell dreht sich. Nie kannst du davon ausgehen, dass die Dinge so sind, wie sie dir erscheinen.«
Sabine M. Krämer

Der Autor:
Wilfried Happel



Werner Schmidt

Lioba Happel
land ohne land

Gedichte

Französische Broschur, 84 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Schutzumschlag: Werner Schmidt (Schrift von Lioba Happel)
ISBN 978-3-9523273-5-7
28 Franken, 17 Euro
Mai 2009

land ohne land ist Lioba Happels vierter Gedichtband, nach vers reim und wecker, Grüne Nachmittage und Der Schlaf überm Eis.


»Zu den Gedichten von Lioba Happel

Das ist der erste Eindruck: Weite auf engem Raum, mal geringeres und mal größeres Wortaufkommen, stets hohe Wortnutzungskapazität, reizvolle Kippbildhaftigkeit aus überraschendem Wechsel von Nähe und Distanz, nicht nachlassende Dialogbereitschaft.
Die Gedichte offerieren trotz vermeintlicher Knappheit keine beschaulichen Sentenzen. Stattdessen erinnern sie daran und führen immer wieder vor, dass jedes Wort zählt und dass alles, auch das Beiläufigste, auf Worte angewiesen bleibt und ständig im Werden ist, ständig im Fluss.
Beständig und im Fluss, beides. Hartnäckig und aufgelöst. Greifbar und nicht zu greifen. Das gibt allem eine Offenheit, die oft erst auf den zweiten Blick als solche erkannt werden kann und die immer wieder einlädt zum Lesen, Nachlesen, Nachprüfen. Bis man merkt: Lioba Happels Gedichte schaffen Klarheit durch Nachsicht allem Uneindeutigen gegenüber, und sie geben diese als Forderung an die Lesenden weiter. Sie tun das auf sehr präzise Weise, oft in kühl montierten Szenen und in schnell zuschnappenden Bildern, die der Logik der Sprache mehr zutrauen als jener der durch sie besprochenen Welt.
Beispielsweise kommt in diesen Gedichten der Verlust eines Menschen zur Sprache – und zu lesen ist, dass beides, der Mensch und der Verlust, durch Sprache nicht wettzumachen, noch nicht einmal zu beschreiben ist. Es gibt kein Entkommen, verloren ist verloren. Allenfalls gibt es eine Erträglichkeit, und diese entsteht durch die Gewissheit, dass dort, wo das Gedicht nicht mehr weiter weiß, alles schon gesagt ist.
land ohne land: darin ist jedes Wort ein Schritt auf etwas zu, das Halt verspricht und nicht länger hält als das Wort.«
Martin Zingg

»Elektroschock-Blues

Für anderthalb Jahrzehnte schien die Dichterin Lioba Happel fast aus der Literatur verschwunden zu sein. Mit den Bänden ›Grüne Nachmittage‹ und ›Der Schlaf überm Eis‹, 1993 und 1995 bei Suhrkamp erschienen, war sie eine sehr hörbare Stimme der deutschen Lyrik geworden. Und nach dem selbstironischen Bildungsroman »Ein Hut wie Saturn« galt sie auch als talentierte Erzählerin. Danach ließ sie sich nur noch sporadisch vernehmen. Jetzt ist Lioba Happel wieder da, als sei sie gar nicht weg gewesen. Mit dem Gedichtband ›land ohne land‹ schreibt sie genau da weiter, wo sie damals aufgehört hat. Und auf einmal hat man wieder diesen irritierend schönen Sound im Ohr, diesen Mix aus romantischen Reminiszenzen und sehr gegenwärtigen Alltagserfahrungen, jähem Pathos und lapidarer Selbstdistanz. Wieder geht es hinab in die ungewissen Zwischenwelten von Schlaf und Traum, aus denen gespenstische Kindheitserinnerungen aufsteigen, Fragmente von Liebeskatastrophen und visionäre Landschaften. Mythenzauber und Märchenmotive flackern im Licht des ›knall / roten / elektro / schock / mohns‹. Vom Balancieren an den Rändern des Lebens ist die Rede, von Schwindel, Stürzen und der überraschten Dankbarkeit »für einen letzten glücklichen Tag«. Und jedesmal werden die träumerischen Ausschweifungen aufgefangen durch die unaufdringlich rhythmisierten, manchmal bis zur Härte elliptischen Verse. Es ist der vertraute Sound einer eigensinnigen Dichterin; beim Wiederhören bemerkt man, wie man ihn vermisst hatte.«
Heinrich Detering in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«

»Wenn man den Band der brechtschen ›Mutter Courage‹ aus dem Haus Suhrkamp hinten, beim Verlagsprogramm, aufschlägt, dann findet man bereits dort zum Titel ›Grüne Nachmittage‹ ihren Namen: Lioba Happel. Jüngst hat die Lyrikerin und Erzählerin ihren Wohnsitz, zusätzlich zu Lausanne, im Fichtelgebirge genommen, in Schirnding. Parallel dazu hat die edition pudelundpinscher den vierten Lyrikband der fränkischen Autorin, die 1957 in Aschaffenburg zur Welt kam, herausgebracht: ›land ohne land‹.
›Darin ist jedes Wort ein Schritt auf etwas zu, das Halt verspricht und nicht länger hält als das Wort‹, schreibt Martin Zingg einleitend. Das macht gespannt. Und die Spannung wächst, wenn man die ersten der etwa sechzig Gedichte liest. Ihre Botschaft ist offen, sie erweitern den Horizont, indem sie andeuten, Konturen umreißen. So schicken sie den Leser hinaus ins Weite, ins Land der vielen, verschwimmenden Möglichkeiten. Das Jean-Paul-Wort ›Sprachkürze gibt Denkweite‹ trifft voll auf diese lyrischen Miniaturen zu, die in kleinsten Chiffren versuchen, fast Unsagbares in wenigen Worten festzuhalten, den Augenblick zum Verweilen zu bringen, sei er nun schön, bedrohlich oder traurig. ›land ohne land‹: Das ist eine Welt hinter der Welt, die sich der objektiven Wahrnehmung entzieht. Immerhin können Wege gewiesen werden: Den ersten Schritt dorthin, oder ein paar Schritte mehr, kann das Wort vermitteln.«
Hartwig Küspert in der »Frankenpost«

»Lioba Happels Werk ist schmal. 1989 machte die 1957 im fränkischen Aschaffenburg geborene Autorin bei Suhrkamp mit dem Gedichtband Grüne Nachmittage auf sich aufmerksam, 1991 folgte die Erzählung Ein Hut wie Saturn. Doch nach einem weiteren Gedichtband, Der Schlaf überm Eis (Schöffling, 1995) wurde es schon wieder still um die begabte, eigenwillige Autorin, die inzwischen hauptsächlich in Lausanne lebt. Fast fünfzehn Jahre sollten verstreichen bis zu ihrem neuen Gedichtband, land ohne land. Der Ton ist indes unverkennbar der gleiche geblieben: Romantische Phantasien treffen auf Alltagsszenen, stark rhythmisierte Langgedichte wechseln ab mit enigmatischen Versund Gedankensplittern. Im Schlaf und in Tagträumen steigen Erinnerungen auf, deuten sich Glück und Liebesleid an. Keine leichte Lektüre, aber eine auf inspirierende Weise irritierende und ergiebige.«
Manfred Papst in Bücher am Sonntag, NZZ am Sonntag

Die Autorin:
Lioba Happel



2008


die 15 wünsche

Die 15 Wünsche
Ein Buch von 23 Kindern

Ein Nachbarskind, die damals neunjährige Celia, stand im Herbst 2007 vor unserer Haustür und sagte: »Ihr macht doch Bücher. Ich habe hier eine Geschichte, die ich geschrieben habe.« Sie überreichte uns eine Mappe.

»... Kindergeschichten, die so erfrischend direkt, so überraschend bizarr und so herrlich anders geworden sind als alles, was die grossen Autoren der Zeit so schreiben.
Manuela Kalbermatten in der »Neuen Urner Zeitung«

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Katja Schicht

Katja Schicht
Dieter Zwicky

Die Höhe des Kopfes über den Augen
Ein Buch mit Bildern und einem Text

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Maria Zgraggen

Lisa Elsässer
OB UND DARIN

Gedichte

»Jedes Gedicht ein Feldstück, auf dem angebaut und geerntet, ein abgesteckter Claim, der aufgegraben, durchwühlt, nach Findenswertem durchsucht wird. Nicht wie die meisten ihrer Gattungsgenossen die haltlose Gestalt einer ausgefransten Fahne haben diese Gedichte, sondern eine intakte äußere Form; im Gegenzug haben sie das Brüchige, Geklüftete, Inhomogene augenfällig in ihr Inneres aufgenommen.«
Helwig Brunner in »Ostragehe«

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2007


Cecilia Falk und Berenike Falk

Lioba Happel
LUCY oder Warum sind die Menschen so komische Leute

Ein Buch für Elf- bis Hundertelfjährige

»Es gibt Wendungen in dieser Erzählung, die einen ganzen Leser-Tag retten könnten. Es gibt so schöne Sätze wie „Seine Stimme war jetzt so rau und zerbrechlich wie ein Reibeisen aus Glas“. Und es gibt, von der ersten bis zur letzten Seite, dieses unauffällig raffinierte Spiel mit Schrift und Stimme - die Kunst, eine Kindergeschichte nicht mit verstellter Stimme zu erzählen, sondern in einer ganz diskret und ganz leichtfüßig arrangierten Zweistimmigkeit.«
Heinrich Detering

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Christian Macketanz

Andreas Grosz
Fahnenflucht mit der Lokalbahn
Prosa

»Ein Traumgänger ist Andreas Grosz, wundersam entfernt von jedem kruden Realismus, auch wenn sich fast alle seiner Prosaskizzen vorerst in der Wirklichkeit verankern.
Beatrice Eichmann-Leutenegger in der »Neuen Zürcher Zeitung«

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